12.04.07\ Die chinesischen Schuhe \ RBB \ 22:45 - 00.30
Im Sommer 1911 steht das chinesische Kaiserreich kurz vor seinem Ende. Fritz Weiss und seine Frau Hedwig begeben sich zu diesem Zeitpunkt auf eine Reise nach Sichuan, einer Provinz im entlegenen Westen Chinas. Hier wird Fritz Weiss in den nächsten Jahren als Konsul des Kaisers das deutsche Reich vertreten.
Die mehrere Monate dauernde Fahrt entlang des Jangtse nutzt das frisch verheiratete Paar, um das größtenteils unbekannte Land zu erkunden. Ausgestattet mit Tonbandgerät und Fotoapparat halten Sie Eindrücke von der chinesischen Landbevölkerung und ihren Traditionen fest, aber auch die beeindruckende und noch unberührte Landschaft. Auf diese Weise entsteht ein einzigartiges Porträt des Lebens in China am Ende einer über 2000 Jahre währenden Epoche.
Als das Ehepaar Weiss im April 1912 endlich in der Provinzhauptstadt Chengdu ankommt, ist aus China eine Republik geworden. Der gesellschaftliche Wandel nach der Revolution, der in den Städten mit dem Einzug des technologischen Fortschritts einhergeht, bleibt Gegenstand ihrer Beobachtungen, bis sie 1917 China verlassen müssen. Kurz darauf erleben sie auch das Ende des deutschen Kaiserreiches. Nach China kehren sie nie wieder zurück.
90 Jahre später begibt sich ihre Enkelin Tamara Wyss auf Spurensuche. Ihre Reise durch die Schluchten des Jangtse ist eine Reise in die Vergangenheit. Als Orientierung dienen ihr die Tonbänder, Fotos und Notizen der Großeltern. Die Filmemacherin besucht die gleichen Orte, die Fritz und Hedwig Weiss vor 90 Jahren dokumentiert haben. Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. So wurden im Zuge der Begradigung des Jangtse herausstehende Felsen gesprengt, Untiefen beseitigt und ganze Dörfer abgerissen. An anderen, bisher unbewohnten Stellen, sind dafür neue Städte entstanden. In Chengdu, wo früher kein Gebäude westlichen Stils existierte, hat die westliche Bauweise Einzug gehalten.
Doch trotz aller Umbrüche im Laufe des Jahrhunderts lassen sich noch Verbindungen zwischen der alten und der neuen Zeit aufspüren. Die Begegnung mit einer 110 Jahre alten Frau, die nur wenige Jahre jünger ist als Hedwig Weiss, führt zu einem lebendigen Einblick in die Epoche der Kaiserzeit. Auch die Lieder der Treidler haben Bestand, obwohl ein Großteil von ihnen mit dem Bau eines Staudamms die Arbeit verloren hat.
Auf lebendige Weise verknüpft der Film historische mit aktuellen Aufnahmen. Der Zuschauer wird auf eine räumliche und zeitliche Reise mitgenommen, auf der sich Parallelen zwischen Deutschland und China, dem Kaiserreich und der Moderne, dem vorindustriellen und dem postindustriellen Zeitalter ziehen lassen.
hoffe der Text ist nicht zu lang^^ Hab das jetzt einfach rüber kopiert! Und soll ich euch noch was sagen?! Das haut euch jetzt alle um^^ Ich kanns auch sehn, hab diesmal zeit^^ Das war mal ne gute Nachricht oder?

(man ich liebe es, euch zu nerven!^^)